Unternehmen sollten sich in einem klar strukturierten Step-Plan auf 2027 vorbereiten.

1. Ausgangslage klären

  • Bestehende AML-/KYC-Prozesse, Richtlinien und IT-Systeme erfassen und dokumentieren.
  • Gap-Analyse: Wo entsprechen wir schon der neuen EU-AML-Verordnung und wo bestehen Lücken (Kundendaten, Monitoring, Reporting, Gruppenregeln)?

2. Zielbild und Projektplan definieren

  • Zielbild 2027 festlegen: Wie sollen Organisation, Prozesse und Systeme im AML-Bereich aussehen?
  • Konkreten Umsetzungsplan mit Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und Budget erstellen (kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen).

3. Governance und Prozesse anpassen

  • AML-Policy, Risikomanagement und interne Kontrollen an das Single Rulebook der 6. Geldwäscherichtlinie anpassen.
  • Verfahren für Hochrisiko-Kunden, PEPs, Drittstaaten, Krypto und Gruppenstrukturen harmonisieren.

4. Systeme und Daten modernisieren

  • Monitoring-, Screening- und KYC/KYB-Systeme aufrüsten (Echtzeit-Checks, Sanktions- und Adverse-Media-Screening, Datenqualität).
  • Schnittstellen und Reporting-Funktionen so gestalten, dass künftige AMLA-Anforderungen effizient bedient werden können.

5. Menschen schulen und Fortschritt überwachen

  • Rollen und Verantwortlichkeiten schärfen, insbesondere von Board, Management und First Line of Defence.
  • Schulungsprogramm für Mitarbeitende aufsetzen und den Projektfortschritt regelmässig mit internen Audits überprüfen.

Ein wirksamer Umgang mit dem EU‑AML‑Paket 2027 gelingt nur mit einem klar strukturierten, früh gestarteten Umsetzungsplan.


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